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Fundamentbau

07.01.2018 - Aktuelles

Im Internet liest man viel über Fundamentbau. Aber welches ist das richtige? Wir können Ihnen auch nur das aus unserer Sicht richtige Fundament aufzeigen. Die Entscheidung liegt bei Ihnen.

Zum Thema Fundamentbau findet man im Internet eine Menge Informationen. Es gibt viele Meinungen darüber welches denn nun das richtige Fundament für ein Geräte-, Garten- oder Ferienhaus ist. Grund genug für uns, sich hier mal dem Thema zu widmen, speziell dem Fundament für ein Holzhaus.

Was ist denn eigentlich ein Fundament? Ist das eine Bodenplatte oder auch schon ein paar lose auf den Untergrund gelegte Steine, Ziegel oder Gehwegplatten? Hohlblocksteine, ausgerichtet als Streifen, verfüllt oder nicht? KG-Rohre mit Beton aufgefüllt, oder gibt es einen speziellen Fundamentstein? Uns was eignet sich am besten bei einer Hanglage?

Allgemeines

Für Gartenhäuser kommen verschieden Fundamentvarianten in Betracht, die Betonplatte, mit oder ohne Bewehrung, das Streifen- oder Punktfundament.

Im Bauwesen wird ein Fundament als Teil der allgemeinen Gründung aufgefasst. Hier üblicherweise im Verständnis als Flachgründung (Abgrenzung zur Tiefgründung mit Pfählen). Sie bestehen hauptsächlich aus Stein und Beton. 

Quelle: de.wikipedia.org/
wiki/Fundament

Grundsätzliches

Das Fundament sollte immer ca. 2 cm kleiner als das Sockelmaß des Hauses sein. Damit kann das an der Außenwand herunterlaufende Wasser nicht auf Ihr Fundament gelangen und somit Feuchtigkeit eindringen lassen. Wichtig auch: ihr Fundament sollte in Waage sein, also verwendet man am besten ein Nivelliergerät oder arbeitet beim Ausrichten mit der Richtschnur und der Wasserwaage. Unter einem Holzhaus sollte nach Möglichkeit Luft zirkulieren - so dass ein Eindringen von Feuchtigkeit von Vornherein unterbunden wird. Neben einer guten Feuchtigkeitssperre sollte man also auch dafür sorgen, dass das Haus selbst auf Kanthölzern steht und nicht direkt auf dem Fundament. Wenn sie diese drei Punkte beachten werden sie lange Zeit Freude an ihrem Holzhaus haben.

Unsere Empfehlung daher: Das Punktfundament

Bis vor riniger Zeit hat man hier noch Pfähle aus Roßkastanie oder Eiche verwendet. Die Haltbarkeit der Pfähle ist begrenzt da Feuchtigkeit den Pfählen im Übergang von der Erde zur Luft stark zusetzt. Inzwischen baut man mit deutlich haltbareren Materialien wie z.B. Palisaden/Rundpfosten aus Recyclingkunststoff. Dieses Material ist leichter als Beton und kann mit Werkzeugen die man zu Hause hat bearbeitet werden. Es gibt Rundpfosten in unterschiedlichen Längen und Stärken, das Material gilt als unverrottbar, es ist wasserabweisend und frost-, Öl- und witterungsbeständig. Da zur Herstellung dieses Materials Sekundärrohstoffe verarbeitet werden, werden die natürlichen Ressourcen unserer Erde geschont und Müllberge abgebaut. Eine sinnvolle Sache... Das Punktfundament ist besonders gut bei Hanglagen geeignet. Mit unterschiedlich langen Rundpfosten gleichen sie das Gefälle leicht und in kürzester Zeit aus ohne das Gelände auffüllen oder begradigen zu müssen. Auch ein Abtragen des Bodens und Einbringen einer Frostschutzschicht ist nicht erforderlich. Das spart Aufwand und damit Zeit und Geld. Ein weiterer Vorteil ist die natürliche Unterlüftung von unten, die sich nun automatisch ergibt. Wem das Fundament zu offen ist kann Steine, Bretter aus Recyclingkunststoff, Lochbleche oder Holzbretter einfach von außen an den Rundpfosten anschrauben und sein Fundament damit verkleiden. Aber - dichten sie es nicht völlig ab - ein wenig Luft sollte zirkulieren können... Zuletzt sei noch auf ein letztes Plus des Punktfundamentes hingewiesen: sollte es mal erforderlich sein, kann man es ganz sicher schneller wieder entfernen als eine Bodenplatte oder ein Streifenfundament mit darunter liegender Frostschutzschicht... All diese Überlegungen haben uns vor etwa acht Jahren dazu gebracht fast nur noch Punktfundamente mit Kunststoff-Palisaden zu bauen.

Das Erstellen eines Punktfundamentes

Als erstes sollte man die Außenmaße des Gartenhauses mit einer Schnur abspannen. Dazu baut man ein sogenanntes Schnürgerüst. Mit dessen Hilfe lässt sich die Rechtwinkligkeit des späteren Fundamentes ziemlich genau einrichten. Anschließend markieren Sie sich die 4 Eckpunkte auf dem Boden. Graben Sie dort 4 Löcher, mindestens 80 cm tief. So stellen Sie sicher dass Frost Ihnen die Rundpfosten nicht wieder nach oben treibt. Jetzt rühren Sie erdfeuchten Beton an. Machen Sie es sich leicht und nehmen Sie handelsübliche Fertigmischungen wie z. B. Betonestrich in 30Kg Säcken. Füllen Sie den erdfeuchten Beton in das Loch bis kurz unter die Oberkante. Jetzt setzen Sie die Rundposten mittig in das Loch und treiben die Rundpfosten mit kräftigen Schlägen in den Beton. Anschließend verdichten Sie mit einem geeigneten Werkzeug die Mischung um die Rundpfosten herum. Beachten sie die lotrechte und horizontale Ausrichtung des Rundpfostens. So verfahren Sie an jedem Eckpunkt. Mit Hilfe einer Laserwasserwaage oder eines Richtscheites nivellieren sie nun alle Rundpfosten auf eine Höhe. Sind alle 4 Rundpfosten gesetzt, werden die Löcher vorsichtig mit Beton ausgegossen. Jetzt nehmen Sie ein langes gerades Brett und übertragen die Abstandsmaße der Rundpfosten. Auf unserem Fundamentplan sollten Sie alle dafür relevanten Maße finden. Übertragen Sie die Maße auf den Boden. Jetzt heißt es wieder Löcher graben oder mit einem Erdbohrer bohren, Beton anrühren und Rundpfosten einbetonieren. Jetzt sollte es bei Ihnen etwa so aussehen. Unmittelbar vor Aufstellen das Holzhauses befestigen Sie die Kanthölzer 10/12 oder Vierkantprofile 10/10 mittels Schrauben 8/200 mm auf den Rundpfosten. Ihr Fundament sieht jetzt wahrscheinlich so oder so aus und sie sind mit dem Fundamentbau fertig. Sollte der Untergrund stark abschüssig sein können Sie die Balken noch mit einer Schalung (klick) versehen. Das bietet ihnen bei der Montage zusätzlich einen sicheren Stand für Sie, Ihre Monteure und Ihr Werkzeug / Leitern.

Die Materialien für ein solches Punktfundament bekommen sie natürlich in unserem Shop oder in unserer Ausstellung. Sollten sie ihr Fundament nicht selbst erstellen wollen, stehen wir dafür gern zur Verfügung, sprechen sie uns bitte an.
Auch bei weiteren Fragen oder Anregungen kontaktieren sie uns bitte, am schnellsten per email.